englisch; dt.: „Hurenfieber“) und King of Bongo („König der Bongo“) deutlich bemerkbar machte.

Im Rahmen des Projektes Un tren de hielo y de fuego (spanisch für „Ein Zug aus Eis und Feuer“) kam es jedoch erstmals zum Bruch zwischen den Bandmitgliedern Mano Negras; einige waren nicht mehr damit einverstanden, die Strapazen der Reise auf sich zu nehmen, und verließen den Zug.

Manu Chao (eigentlich José-Manuel Thomas Arthur Chao; * 21. Von 19 war er Mitglied und kreativer Kopf der Band Mano Negra.

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1993 begab sich Manu Chao mit einigen seiner Freunde und etlichen Mitarbeitern der kolumbianischen Bahngesellschaft auf eine Reise mit einem Zug, den sie eigens zuvor wieder instand gesetzt und mit allerlei technischen Raffinessen versehen hatten.

Der Zug fuhr die Strecke von Santa Marta bis Bogotá und durchquerte sehr abgelegene Regionen Kolumbiens, um seinen Besuchern ein Fest mit Theaterstücken, Kunstwerken und Musik zu bringen.

Mit viel Aufnahmematerial begab sich Chao, ohne die anderen Mitglieder von Mano Negra, nach der Reise in ein kleines italienisches Studio, um das Album Casa Babylon zu mischen und zu produzieren.

Viele Stimmen sprachen später, wenn sie von diesem Album berichten, vom „wahren ersten Soloalbum Manu Chaos“, da schon hier die starke Beeinflussung durch die lateinamerikanische Kultur bemerkbar wird.

Mit diesem Schiff besuchten die Künstler lateinamerikanische Häfen, um den Bewohnern die französische Kultur in Form von Ausstellungen, Präsentationen, Schauspiel und Konzerten näher zu bringen.

In den vier Monaten der Reise gab die Band etwa 100 Konzerte in acht Häfen und 40 Städten fünfzehn verschiedener Länder.

In den Banlieues, den Pariser Vororten, spielte sich das Leben des 1961 geborenen Manu Chao zweigleisig ab: Zum einen in der Familie, wo stets spanisch gesprochen wurde und die regelmäßig von lateinamerikanischen Intellektuellen, Schriftstellern und Musikern besucht wurde.

Und zum anderen auf den Straßen, in denen französisch gesprochen wurde und in denen die Brüder Chao einige ihrer späteren Bandmitglieder kennenlernten.

Deren Eltern waren zu großen Teilen ebenfalls vor dem Franco-Regime geflüchtet oder aus finanziellen Gründen von Lateinamerika, Afrika oder aus dem arabischsprachigen Raum nach Sèvres immigriert.

Nachdem Manu und Antoine, genannt Tonio, bei ihrem Vater das Klavierspielen gelernt hatten, entschied sich Manu für die Gitarre.

Beide gingen ins Exil nach Paris, um dem faschistischen Regime von General Franco zu entkommen.